22. Juli 2014

#100happydays & April/Mai/Juni auf instagram {review part I}

#100happydays instagram review
Auf der Suche nach den schönen Dingen im Leben bei gleichzeitiger Masterarbeitspanik - das waren meine letzten Wochen. Die Arbeit ist abgegeben, mittlerweile arbeite ich an den allerletzten Texten für mein Studium und trotz Stress habe ich #100happydays erlebt. (Meine Gedanken zum Beginn der Challenge findet ihr unter #100happydays.)

#100happydays instagram review


Ich glaube, der Zeitpunkt, zu dem ich mich auf die Suche nach Frohsinn machte, war genau richtig für mich. Je stressiger es wird, desto besser verstehe ich mich aufs Schwarzsehen, dabei gibt es doch jeden Tag etwas Wunderbares - und sei es nur, dass der Tag endlich vorbei ist und man nach nur einer Nacht eine neue Chance auf einen guten Tag bekommt.

#100happydays instagram reviewGefühlt bestanden meine Tage nur aus Schreibtisch, Essen und Schlafen und tatsächlich war die Aussicht auf ein leckeres Mittagessen mit Martin oft mein Tageshighlight. Darum war ich ein wenig in Sorge, dass ich euch sechzig ungestylte Foodfotos, davon 25 mit Spaghetti Bolognese zeigen muss. (Dann hätte ich die Challenge hier auf dem Blog wohl klammheimlich unter den Tisch fallen lassen, haha!) Tatsächlich war dem aber gar nicht so, ich erlebte scheinbar ganz schön viel Tolles, was mir erst richtig bewusst wurde, als ich die Fotos insgesamt sichtete und bearbeitete.
#100happydays instagram review
Ich schaffte es sogar, abends einige Bücher zur Entspannung zu lesen, was mich wirklich freut. Zwischenzeitlich war mir im Studium das private Lesevergnügen abhanden gekommen. In meinen Fächern liest man so viel, dass ich anfangs jenseits davon einfach keine Buchstaben mehr sehen wollte. Mittlerweile bin ich aber wieder gefesselt vom geschriebenen Wort und freue mich auf all die Bücher, die ich in diesem Jahr noch lesen werde.
#100happydays instagram reviewEinhundert Bilder und Erlebnisse zu sortieren und mich zu erinnern war wunderschön für mich, es dauerte aber auch viel länger, als ich anfangs annahm. So schade, dass ich nicht zu jedem Bild die Geschichte schreiben kann, die dahintersteckt! Und als alle beschriftet waren, fiel mir erst auf, dass sie ja hier auf dem Blog so groß zu sehen sein sollten, dass ihr noch lesen könnt, was mich froh machte. Darum gibt es zwei Posts zu dieser Challenge, einen heute und einen in den folgenden Tagen mit mehr Gedanken zum Glück und meinen Lieblingserlebnissen. Anfang August mache ich dann mit meinem gewohnten instagram-Monatsrückblick weiter.Eine Sache fehlte mir während der Masterarbeitsphase allerdings zu meinem Glück und das war das Bloggen hier auf herebybike und eure Reaktionen. Während ich arbeitete, spürte ich das nicht so sehr, mein Kopf war ganz damit beschäftigt, fertig zu werden und möglichst Gutes zu schreiben. Oft dachte ich daran, was ich nach der Arbeit bloggen würde, aber erst als ich begann, mir wieder wirklich neue Posts zu überlegen, als ich die Bilder bearbeitete, merkte ich, dass ich endlich wieder bei meinem schönsten Hobby angekommen bin. So schnell gibt es also keine Pause mehr von mir!
#100happydays instagram review


1. Juni 2014

Tausend Dank an euch, ihr Lieben!

Tausend Dank für ein wunderbares erster Jahr als Bloggerin, dass nur mit euch so schön sein konnte, wie es war! Direkt vom Schreibtisch sende ich euch ein kleines Lebenszeichen in der heißesten Masterarbeitsphase. Vor mir liegt noch einiges an Arbeit, aber den heutigen Tag wollte ich nicht einfach so verstreichen lassen.
Danke für ein Jahr herebybike

Ich freue mich über jede neue Abonnentin und über jeden Abonnenten, jedes Mal, wenn ich eine E-Mail mit dem Hinweis bekomme, dass es einen neuen Kommentar hier auf dem Blog gibt, bin ich ganz aus dem Häuschen, ja, ich freue mich sogar über jeden einzelnen Klick in meiner Statistik! Es macht mir einfach so viel Freude meine Gedanken und Ideen hier mit euch zu teilen und ins Gespräch zu kommen. Das Bloggen ist im letzten Jahr zu meinem liebsten Hobby geworden. Umso trauriger natürlich, dass ich gerade nicht dazu komme. Wenn ich die Arbeit niederlege, gehe ich momentan eher zum Sport, damit mein Hintern nicht total plattgesessen wird, aber ich verspreche euch, in einem Monat geht es mit neuer Kraft und regelmäßiger hier weiter! Bis dahin dürft ihr gern meinen instagram-Account abonnieren, dort zeige ich die raren Momente, in denen ich etwas anderes mache als mittelhochdeutsche Texte zu wälzen und wild in die Tastatur zu tippen (und manchmal zeige ich euch auch das).

Also bis ganz bald und 

D A N K E !

2. Mai 2014

Warum ich die 30-Tage-Challenge "Vegan for fit" von Attila Hildmann toll fand, aber trotzdem niemandem empfehle sie auszuprobieren {review part III}

Vegan for fit Challenge Attila Hildmann review


Ich überlege noch, wie ich weiterhin esse. Auf Dauer möchte ich nicht auf meinen geliebten Käse verzichten und auch Joghurt soll weiterhin Bestandteil meines Speiseplans bleiben - aber so ein bisschen vegan klappte bisher nicht., obwohl ich mich während der Challenge wirklich sehr gesund ernährte und mich dabei wunderbar fühlte. Ich wünschte, ich könnte anderes schreiben, aber es dauerte gar nicht lange, bis dass ich wieder mit allem kochte. Verändert hat sich aber doch einiges:

1. Ich mag keine Tiefkühlpizza mehr. Leider wahr, in der Woche nach dem Ende der Challenge kaufte ich mir eine zum Abendbrot, voller Vorfreude, weil ich so lange darauf verzichtet hatte, und musste feststellen: Bäh! (Da ich beharrlich bin, gab ich den Tiefkühlpizzen noch ein oder zwei Chancen und nun bin ich sicher, dass kein Weg zurückführt.)

2. Dass ich mich gut und nicht vollgefuttert oder aufgebläht fühlte, lag am Essen und kam mit der Rückumstellung ebenso wieder. Vermutlich war es nicht klug, genauso radikal zurückzuwechseln, wie ich vegan wurde, aber nach ungefähr 24 Stunden mit normalem Essen war mir nur noch schlecht - und das für ein ganzes Wochenende.

3. Ich habe einige Geschmäcker neu- oder wiederentdeckt. Zu Ungunsten von Geschmacksverstärkern wie in Fertiggerichten oder Mensaessen, aber zu meiner großen Freude, denn Kochen macht so natürlich auch viel mehr Spaß. Zudem achte ich wirklich mehr darauf, was ich esse und habe ein besseres Gespür für die Zutaten bekommen, die mir guttun. So ein Monat, in dem man sich ein wenig auf sich selbst und das eigene Wohlbefinden besinnt, kann ich euch nur empfehlen, wenn ihr ein bisschen aus der Spur gekommen seid, in der ihr gern wäret.

4. Das interessiert sicherlich am meisten: Ich nahm 4,6 kg in vier Wochen ab. Fast ein bisschen viel, aber Weizen- und Zuckerverzicht machen's möglich!

5. Ich finde Attila Hildmann doof. Das fand ich allerdings nicht durch die Challenge heraus, sondern indem ich zufällig auf dieses Interview stieß (ähnliche Sätze finden sich leider auch in anderen Interviews, sodass das wohl kein Versehen war). Er nennt hier Veganer, die aus ethischen Gründen keine tierischen Produkte zu sich nehmen, moderne Hippies 2.0 und "Müsli-Jochens", wirft ihnen vor, sie wollten nicht, dass mehr Leute vegan werden, um in ihrem elitären Kreis zu bleiben und gibt zu, selbst ein Auto mit Lederausstattung zu fahren.  Ich möchte nicht die Beweggründe hierarchisieren, aus denen man zum Veganer wird, aber Veganismus zu propagieren, ihn selbst nicht konsequent durchzuhalten und dann diejenigen, die tatsächlich aus Überzeugung vollkommen auf tierische Produkte verzichten, als Extremisten zu beschimpfen, wirkt doppelmoralisch. Es gibt sicherlich Veganer, für die das Ziel abzunehmen nicht der beste Grund für Veganismus ist, aber wenn jemand das zum Anlass nimmt, würden nur wenige Doofe sagen "Nee, iss' lieber wieder Tiere, wenn du keine ethischen Gründe hast, zählt's nicht!"

Und darum mag ich niemanden raten, die Vegan for fit-Challenge noch zu machen. Vegan zu essen fühlte sich so gesund an, viele der Rezepte waren so lecker, aber wie könnte man guten Gewissens dreißig Euro für ein Buch ausgeben, dessen Autor die Idee, mit der er Geld verdient, in letzter Konsequenz lächerlich macht?

30. April 2014

Vegan for fit - The Challenge {review part II}

Vegan for fit Challenge Attila Hildmann review



Ich kaufte das Vegan for fit-Kochbuch Anfang Februar und plante, den März vegan zu verbringen, nachdem ich aber die sehr motivierenden Texte gelesen, die leckeren Rezepte gesehen und auch schon einige ausprobiert hatte, war ich zu ungeduldig, noch einen Monat zu warten und startete Mitte Februar unfassbar neugierig auf die neue Person, die ich werden würde. Das fiel mir sehr krass beim Lesen auf: Vegane Nahrung scheint laut Attila Heldmann DIE Lösung für alle Probleme zu sein, darum gibt es auch im Buch viele Seiten zur Motivation, zu den Superfoods und Erklärungen, warum man auf einige Lebensmittel verzichten sollte. Ich machte mir nicht die Mühe, all das nachzuprüfen, denn ich wollte ja keine Verfechterin der veganen Lebensweise werden, sondern nur meine Ernährung wieder in gesündere Bahnen lenken.
Gewünscht hätte ich mir allerdings, dass es auch einen Abschnitt gegeben hätte, der erklärt, welche Nahrungsmittel zu welcher Mahlzeit besonders empfehlenswert sind und worauf man beim Kochen generell achten sollte, damit ich nicht so an die Rezepte im Buch gebunden bin und auch eigene Mahlzeiten kochen kann. Die Rezepte fürs Mittag- und Abendessen sind nämlich nur in Stufe 2 und 1 gegliedert ohne konkrete Erklärungen.

Zu Beginn der eigentlichen Challenge stand natürlich das Einkaufen von lauter Dingen, die ich bis dahin gar nicht kannte - und von denen ich auch gar nicht wusste, woher ich sie bekomme. Und ja, an der Kasse im Bioladen bin ich fast in Ohnmacht gefallen. Attila Hildmann rät dazu, während der Challenge nur Bioqualität zu kaufen, weil das nur ein wenig teurer aber ungleich viel großartiger für den Körper ist, ich schlage vor, nicht päpstlicher als der Papst zu sein. Oder mögt ihr über sieben Euro für einen Kürbis ausgeben, der im Supermarkt nicht einmal vier kostet? Nach dem ersten Großeinkauf im Biomarkt bin ich also dazu übergegangen, erst im Supermarkt in der Bioabteilung zu schauen, dann bei dm und dann als letztes in den richtigen Bioladen, das war auf jeden Fall meinem studentischen Budget angemessener. Ich habe nicht genau ausgerechnet, wie viel mehr ich insgesamt für Essen ausgegeben habe, aber es war doch deutlich mehr als in den Monaten zuvor. Das lag zum einen an all den neuen Produkten, die ich kaufte, daran, dass Gemüse im Winter einfach mehr kostet als im Sommer und daran, dass Nudeln mit Pesto einfach kein sonderlich teures Essen ist. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Challenge einfach etwas ins Geld geht (besonders dann, wenn man auch auf dem Superfood-Sektor beileibe kein Trendsetter ist und erst einen eigenen Bestand aufbauen muss).

Das Kochen machte mir großen Spaß, mein Vegan for fit-Buch ist voller bunter Klebezettel und ich habe wirklich nichts zubereitet, dass mir gar nicht schmeckte! Die Rezepte sind also wirklich wirklich gut und Martin mochte auch alles, das er mitaß. Ich habe natürlich nichts mit kompletten Sommerzutaten zubereitet, hatte keinen Schäler, der Zucchini in Spaghetti verwandelt (denn mit dem Sparschäler, den die meisten besitzen, bekommt man 1a Zucchini-Bandnudeln) und machte hauptsächlich die Rezepte, für die ich viele Zutaten schon hatte oder ersetzte beispielsweise Cashew- mit Mandelmus. Was viele auf ihren Blogs schrieben, fiel mir allerdings auch auf: Man lernt noch einmal neu zu kochen. Es war mithin eine gute Idee, die Challenge in den Semesterferien ohne viele feste Termine zu legen, denn es gibt nicht viele Rezepte für Essen zum Mitnehmen und das Kochen nimmt viel mehr Zeit in Anspruch als das Zubereiten von gewohnten Speisen. 

Was anstrengender war als das Kochen, war mein gewohntes Sozialleben weiterzuführen. Gemeinsamem Kaffeetrinken (das heißt, gemeinsamen grünen Tee) steht natürlich nichts im Wege, aber jenseits davon wird's schwierig. Veganes Essen zu finden, ist schon nicht einfach und wenn dann weder Zucker noch Weizen drin sein dürfen, fällt sogar das vegane Mensaangebot flach (ich finde es allerdings großartig, dass so etwas angeboten wird und es ist auch wirklich lecker!). Also: Essen gehen läuft nicht, gemeinsame Filmabende müssen mit Nüssen oder selbst gemachten Pralinen überbrückt werden und selbst beim Bäcker konnte man mir nicht genau sagen, welche Zutaten in den Brötchen verbacken wurden. Das machte mir erst bewusst, welche Einschränkungen all diejenigen mit Allergien und Unverträglichkeiten erleben. Wenn sich bei mir die Verkäuferin "ziemlich sicher" war, dass kein Weizen im Brötchen ist, fand ich das ja schon ärgerlich, da ich ganz sicher darauf verzichten wollte.

Dass ich anders essen wollte, erzählte ich auch meinen Freunden und meiner Familie und doch kam oft der Satz "Willst du auch Kuchen/mit uns essen gehen/was von meinem Pausenbrot/n Döner - ach nee, darfst du ja nicht." Ich antwortete immer gleich: "Ich darf alles essen, aber ich möchte gerade nicht." Das war interessant: Dadurch, dass ich dem, was ich nicht aß, einen Namen gab, der von vielen als entbehrungsreich, exotisch, unbequem, unnormal wahrgenommen wird, wurde meine Situation als Zwang und Belastung interpretiert, wohingegen die Aussage "Ich esse heute Salat, weil ich mich gesünder ernähren will." ja meist sehr positiv aufgenommen wird. Hinzu kam oft noch ein "Ich könnte das nicht!" Müsst ihr ja auch nicht, wirklich! Aber sagen müsst ihr das auch nicht, denn diejenigen mit "normalen" Essgewohnheiten mögen ja auch nicht, dass ihnen Veganer oder Vegetarier ins Essen hineinreden und verkünden "Also dieses Steak, ich könnte das nicht!" Ist genau das gleiche, nur umgekehrt! Oder noch schlimmer, wenn ihr ein leckeres Stück Kuchen esst und euch jemand mit einem Mineralwasser gegenübersitzt und sagt "So viel Zucker könnte ich ja nicht essen!" Ich habe sicherlich auch schon zu  vegetarischen oder veganen Freunden etwas derartiges gesagt und sei es nur die Frage gewesen "Was kannst du denn überhaupt noch essen?", aber mir war nie bewusst, dass das nerven kann. Die Entscheidung, was man isst, anzieht oder welche Musik man hört, ist schließlich privat und bedarf keiner Billigung durch andere. Aber den ganzen Tag Coldplay hören, das könnte ich echt nicht!;)

Schade fand ich, dass mit mir tatsächlich nicht allzu viel passiert ist: In der ersten Woche war ich eher müder als sonst, aber das gab sich und dann kamen leider keine transzendentalen Veränderungen mehr. Gespürt habe ich nach dem dritten Gericht, dass ich Soja und Tofu nicht gut vertrage oder dass mir beides einfach so suspekt ist, dass mir der Gedanke an dieses komische weiße Bröselzeugs Bauchgrummeln macht. Somit war meine wichtigste Erkenntnis während der Challenge: Unfassbar, wie satt eine Mahlzeit machen kann ohne, dass ich mich danach vollgefuttert fühlte! Ich war wirklich beeindruckt, dass mich ein Frühstück locker sechs bis sieben Stunden sättigen kann, so aß ich meist morgens und dann noch einmal nachmittags gegen 16 Uhr und verschwendete abgesehen davon keinen Gedanken ans Essen.

Gesündigt habe ich einmal und zwar nach der wunderbaren Geburtstagsparty eines Freundes, auf der wir bis in die Morgenstunden durchtanzten. Auf dem Heimweg nahm ich mir noch eine Falafeltasche mit nach Hause und habe dafür  sehr gern drei Tage länger gemacht, denn erstens hatte ich nicht einmal leichte Kopfschmerzen am nächsten Tag und zweitens war die Challenge gar nicht so heftig wie erwartet. Ich gewöhnte mich sehr schnell an meine neuen Essgewohnheiten und konnte mich so auch mehr und mehr vom Buch lösen. Nach einer guten Woche beispielsweise mochte ich morgens einfach kein süßes Frühstück mehr, sodass ich mir Brot buk (das Rezept zeige ich euch noch!) und Martin mir zum Valentinstag zwei vegane, zucker- und weizenfreie Aufstriche aus dem Bioladen mitbrachte.